Die neue CSRD: Worum geht es?

Von Bob Renders

Die Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen in der EU, die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Dabei handelt es sich um eine neue EU-Richtlinie und Verordnung, die ca. 50.000 Unternehmen dazu verpflichtet, regelmäßig Berichte über ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen zu veröffentlichen. Worum geht es bei dieser Richtlinie? Vier Fragen zur CSRD werden beantwortet.

Was ist CSRD?

Als Ergebnis des Pariser Klimaabkommens von 2015 wurde der EU die Aufgabe auferlegt, eine Gesetzgebung zu schaffen, welche sicherzustellt, dass die Klimaziele erreicht werden. Indem sie Organisationen für ihren CO2-Fußabdruck und ihre sozialen Auswirkungen verantwortlich macht, versucht die EU, die Wirtschaft ökologisch nachhaltig und sozial verantwortlich zu beeinflussen.

Die Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) garantiert, dass Unternehmen über ihre Nachhaltigkeit nachdenken und für ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen zur Rechenschaft gezogen werden, und zwar nicht nur für ihre eigenen lokalen Auswirkungen, sondern für die gesamte Lieferkette. Wenn zum Beispiel eine Fabrik von Europa nach Asien verlagert wird, ist das Unternehmen aufgrund der neuen Richtlinie immer noch rechenschaftspflichtig.

Wer ist von der CSRD betroffen?

Die Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) ist eine Erweiterung der aktuellen Richtlinie zur nichtfinanziellen Berichterstattung (NFRD; Non Financial Reporting Directive), die bereits von den Regierungen umgesetzt wurde. Diese sieht vor, dass Unternehmen verpflichtet sind, nichtfinanzielle Kennzahlen zu berichten und die Bereiche Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) in den Lagebericht zu integrieren.

Gegenwärtig gilt die NFRD für ca. 11.000 Unternehmen in Europa; die CSRD wird für etwa 50.000 Unternehmen in Europa, allein in Deutschland ca. 15.000 Unternehmen, Anwendung finden. In den Kreis der betroffenen Unternehmen fallen zumeist große Unternehmen, die zwei von drei der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Mehr als 250 Mitarbeiter und/oder
  • Mehr als €40 Millionen,- Umsatz und/oder
  • Mehr als €20 Millionen Euro Bilanzsumme

Darüber hinaus wird sie alle börsennotierten Unternehmen und Unternehmen, die mit europäischen Organisationen Geschäfte machen, betreffen.

Wann wird die CSRD in Kraft treten?

Ursprünglich sollte die CSRD schon im Geschäftsjahr 2023 in Kraft treten. Aufgrund einiger Schwierigkeiten bei der Einführung der Rechtsvorschriften hat die EU die Einführung verschoben, um den Unternehmen etwas mehr Zeit für die Umsetzung der Rechtsvorschriften zu geben. Das bedeutet, dass im Geschäftsjahr 2024 jede Organisation, die in den Anwendungsbereich der CSRD fällt, bereit sein muss einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht anzufertigen.

Was kommt als nächstes?

Daraus lässt sich schließen, dass es bis zum Geschäftsjahr 2024 vor allem darum gehen wird, Erkenntnisse über Ihre derzeitigen Auswirkungen auf die sozialen und ökologischen Leistungsindikatoren zu gewinnen.

Über die genaue Umsetzung ist aufgrund der noch fehlenden sektoralen Standards, welche von der Europäischen Kommission anzukündigenden sind, noch vieles unbekannt. Was jedoch klar ist, ist, dass die CSRD im Geschäftsjahr 2024 eingeführt wird und viele Unternehmen davon betroffen sein werden. Es ist also sinnvoll, die Auswirkungen für Ihr Unternehmen zu prüfen und jetzt zu beginnen sich in die Lage zu versetzen, die Richtlinie zu erfüllen. Somit können mögliche Schwierigkeiten ab 2024 vermieden werden.

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